Um 13:20 wurde die Feuerwehr Ratingen durch eine automatische Brandmeldeanlage zu einem Brand in einem Rechenzentrum alarmiert.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das Rechenzentrum bereits geräumt, die Flure zur Brandstelle stark verraucht. Eine Anlage zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) der Computeranlagen war in Brand geraten, eine Ausbreitung auf weitere benachbarte USVen musste befürchtet werden.
Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da zunächst nicht alle betroffenen Anlagen allseitig von der Energieversorgung getrennt werden konnten. Zusätzlich mussten die Einsatzkräfte aufwendige Maßnahmen ergreifen um die Kommunikation mit den unter Atemschutz arbeitenden Kräften im inneren des betroffenen Gebäudekomplexes sicher zu stellen.
Nach Trennen der USVen vom Starkstromnetz und den Batterien konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden.
Die USV - Anlagen sind bei dem Brand total zerstört worden. Zur Absicherung der Löschmaßnahmen mussten durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr, unter schlechter Sicht und ausgerüstet mit umluftunabhängigem Atemschutz, mehrere Starkstromanlagen geplant abgeschaltet werden. Diese Maßnahmen wurden durch Elektrofachkräfte der Feuerwehr, nach kurzer Einweisung durch den Betreiber, durchgeführt.
Während der Belüftungsmaßnahmen wurden Kontrollmessungen in den vom Brand betroffenen Räumen durchgeführt. Die auch in den sichtbar rauchfreien Bereichen festgestellten erhöhten Kohlenstoffmonoxidkonzentrationen machten einen verstärktem Einsatz von Lüftungsgeräten erforderlich.
Insgesamt waren 58 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr mit 15 Fahrzeugen im Einsatz.
